воскресенье, 29 апреля 2012 г.

Die wichtigsten Münzmetalle 2


Silber
ist ebenfalls ein wichtiges Münzmetall, dessen Wertverhältnis zum Gold in der Vergangenheit und bis heute sehr schwankte. Bis zum 19. Jahrhundert hatten einige Staaten eine reine Silberwährung, dort war Silber das eigentliche Währungsmetall, folglich mußte man ständig neue Kurse für den Goldpreis festlegen.
Viele Münzen bestehen bis heute aus diesem Metall, meist auch in Legierung mit anderen Metallen. Bis in die siebziger Jahre wurden Silber auch für Umlaufmünzen verwendet, die Bundesrepublik Deutschland prägte silberhaltige 5-DM-Stücke von 1951 bis 1974. Heute wird das Metall praktisch überall nur noch für Gedenkmünzen verwendet, in Europa gab nur Ungarn in den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts noch einmal silberne Kursmünzen heraus. Die bundesdeutschen 10-DM-Gedenkmünzen, die ab 1972 ausgegeben wurden, bestehen aus 625 Teilen Silber und 375 Teilen Kupfer. Ab 1998 wurde der Silbergehalt deutlich verbessert auf 925 Ag, das man auch Sterlingsilber nennt. Aus diesem Metall sind auch die 10-Euro-Münzen Deutschlands.
Dieses Metall ist keineswegs so korrosionsbeständig wie das Gold und macht den Münzsammlern nicht wenig Probleme. Das chemische Symbol für Silber ist Ag (lat. „Argentum“). Konservative Münzhändler verwenden hier auch das historische Symbol AR. Silber ist mit einem spezifischen Ge-
wicht von 10,1 g/cm3 auch bedeutend leichter als Gold.
Für den Umlauf bestimmte Silbermünzen wurden nur selten in reiner Form ausgeprägt, weil das Material zu weich ist. Die USA, Kanada, Australien und andere Staaten geben jährlich Feinsilberstücke mit dem Unzengewicht (31,1 g) aus, die von Anlegern gekauft werden und bei denen die Festigkeit
des Materials keine Rolle spielt.
In der Regel jedoch werden dem Silber auch bei modernen Gedenkmünzen, die niemals in den Zahlungsverkehr gelangen, andere Metalle beigefügt, im Extremfall beträgt der Silberanteil weniger als 50 %. Solche Legierungen werden als Billon bezeichnet, doch darauf wird noch ausführlicher
eingegangen.
Die Beimischungen anderer Metalle machen die Behandlung von Silbermünzen unter Umständen schwierig, doch zunächst allgemeine Bemerkungen zum Münzmetall Silber. Silber ist ein Edelmetall, das jedoch unter bestimmten Bedingungen gern Verbindungen eingeht. Gegen den normalen Sauerstoff, der unser Lebenselexier ist und ca. 20% der Luft ausmacht, ist Silber an sich resistent. Doch in Verbindung mit Wasser und vor allem Schwefel reagiert Silber dahingehend, daß es Silbersulfid bildet und sehr schnell dunkel anläuft. Manchmal reicht schon Handschweiß aus, um auf PP-Münzen „Fingerabdrücke“ zu hinterlassen. Silbermünzen können in kurzer Zeit dunkelbraun bis schwarz anlaufen. Hornsilber oder Chlorsilber wird Silberchlorid genannt, das normalerweise weiß ist,
doch unter Lichteinfluß wieder zerfällt; zurück bleibt fein verteiltes Silber, das schwarz aussieht.
Dieser Effekt wird in der Fotografie ausgenutzt, wo Silberchlorid unter Lichteinfluß zu elementarem Silber reduziert wird. Und das Anlaufen von Silber ist eine Materialeigenschaft, die schon durch
Sonneneinfluß bei normaler Luftfeuchtigkeit und minimalen Verunreinigungen der Luft verursacht
wird. Doch das Anlaufen von Silbermünzen ist nicht in jedem Fall als schädlich anzusehen, viele
Sammler lieben eine natürlich gewachsene Patina durchaus, sogar bei modernen Münzen. Unter
einer Patina versteht man Metalloxide, Sulfide und Karbonate, die sich „natürlich“, d. h. über
einen langen Zeitraum auf der Münzoberfläche gebildet haben. Die sogenannte „Regenbogen-
Patina“ oder eine bläuliche Patina ist bei alten Stücken sogar preissteigernd.
Die Verfärbungen des Silbers können auch gelblich, grau bis graublau, violett bis tiefschwarz sein. Doch da Silber ein edles Metall ist, kann man derartige Verfärbungen wiederum auch relativ leicht beseitigen. Mit verschmutzten und unansehnlichen Silbermünzen wird der Sammler vielfach zu tun haben, daher werden zu deren sachkundiger Reinigung diverse Rezepte gegeben.

Kupfer

ist ein ebenfalls wichtiges Münzmetall, das jedoch zu allen Zeiten schon als „unedel“ galt und vor allem als Metall zur Waffen- und Werkzeugherstellung diente. Als Münzmetall war es schon ab 400 v. Chr. im Gebrauch. Bis heute dient dieses rötliche Metall zur Herstellung oder zum Überzug Münzen. In der Regel waren in der Geschichte Gold oder Silber die Währungsmetalle, während Kupfer nur zur Ausprägung von Scheidemünzen diente. Doch beispielsweise in Schweden, Rußland und in Rom (Republik) gab es auch Perioden mit einer Kupferwährung.
Das chemische Symbol von Kupfer ist Cu (lat. „Cuprum“), das Metall hat ein spezifisches Gewicht von 8,9 g/cm3. Reines Kupfer ist sehr weich, daher wird es für die Münzherstellung sehr häufig mit anderen Metallen legiert. Münzen aus reinem Kupfer wurden nur sehr selten ausgeprägt, so von Rußland im 18. Jahrhundert bei 5- und 10-Kopeken-Stücken. Häufiger ist das Metall in reiner Form bei Medaillen anzu
treffen, besonders bei sehr großen Exemplaren. Das reine Kupfer läßt sich wegen der geringen Härte sehr gut gestalten, sprich beprägen.
Es gibt eine Vielzahl von Kupferlegierungen, die jeweils auch ganz individuelle Behandlungen bei der Reinigung erfahren müssen.

Nickel

ist ein sehr hartes und zugleich sehr widerstandsfähiges Metall, das man gelegentlich nicht zu Unrecht als „Halbedelmetall“ bezeichnet. Nickel, dessen chemisches Symbol Ni lautet, widersteht den meisten Säuren und Laugen viel besser als das edlere Silber. Das spezifische Gewicht des Metalls
liegt bei 8,9 g/cm3 und entspricht etwa dem des Kupfers.
Als erstes Land der Welt setzte die Schweiz das reine Metall bei der Fertigung von Münzen 1881 ein. Die 20-Rappen-Stücke wurden erst 1939 durch Kupfernickel ersetzt. Auch Belgien und südamerikanische Staaten erkannten früh den Vorteil von Nickel als Legierungsbestandteil von Münzwerkstoffen. Aber auch viele andere Staaten führten Nickel als Münzmaterial ein, so die USA. Die 5-Cents-Stücke werden bis heute „Nickels“ genannt.
Im deutschen Kaiserreich waren die 25-Pfennig-Stücke von 1909 – 1912 aus Nickel, ebenso wie 50-Pfennig-Stücke von 1927 – 1939. Dieses eigentlich ideale Münzmetall ist in Verruf geraten, weil es Allergien hervorruft. Doch die Gefahren gehen von Nickelverbindungen, kaum vom metallischen
Nickel aus. Dennoch hat zum Beispiel Schweden die weitere Verwendung bei Münzen verboten.
Nickel in reiner Form und bei hohem Legierungsanteil ist magnetisch. Bei den sehr häufigen 5-Mark-Umlaufmünzen von 1969 „XX Jahre DDR“ gibt es übrigens eine Vielzahl von Varianten, die optisch nicht voneinander zu unterscheiden sind, aber gar nicht, wenig oder stärker vom Magneten angezogen werden, je nach Nickelgehalt, was in den meisten Katalogen nicht vermerkt ist.
Münzen aus Reinnickel oder mit einem sehr hohen Nickelanteil sind meist nur oberflächlich mit einer Schmutzschicht überzogen, die mehr oder minder leicht zu entfernen ist, zumal man auch stärkere Chemikalien relativ gefahrlos einsetzen kann. Münzen aus verschiedensten Legierungen mit
weniger Nickel hingegen bereiten häufig Schwierigkeiten. Hier muß viel experimentiert werden.

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